Warum sind Rassekatzen eigentlich so teuer ...?

Für die Anschaffung eines Birma-Kittens, dass nicht für die Zucht eingesetzt wird, d. h. für ein Liebhaberbirmchen, dass zusätzlich bei der Übergabe an die neue Familie kastriert übergeben wird, können Sie als Aufwandsentschädigung einen Betrag von 800,00 € bei einem seriösen Züchter einplanen.

Dies mag auf den ersten Blick nicht gerade billig erscheinen, aber verantwortungsvolle Aufzucht von Katzen ist ein teures Hobby. Addiert man alle Kosten, wie zum Beispiel Gesundheitsvorsorge aller Zuchtkatzen, Deckgebühren (auch die Haltung eines eigenen Zuchtkaters kann kostspielig sein), tierärztliche Betreuung der trächtigen Katze, Tierarztbesuche bei Krankheit der Mutter-Katze und der Kitten (kann auch schon mal gerne am Wochenende passieren) sowie natürlich die Untersuchungen, Impfungen, Entwurmungen sowie das Chipen und die Kastration der Jungtiere , Zuchtwertschätzung der Elterntiere auf Ausstellungen, jede Menge Spielzeug und ganz besonders Katzenstreu, regelmäßige Erneuerung der Kratzbäume, ausnahmslos hochwertiges Futter, usw., geht es eben nicht günstiger - ein guter Züchter steckt viel Geld in seine Katzen. Die Aufwandsentschädigung, den er für seine Jungtiere verlangt, deckt im Allgemeinen diese Ausgaben kaum.

 

Die meisten genannten Kosten trägt jeder Züchter natürlich
selbst, nur einen Teil der entstandenen Kosten wird auf
die Käufer umgelegt, denn:

 

Katzenzucht ist zwar ein Hobby, aber eine artgerechte und gewissenhafte Zucht erfordert vom Züchter neben hohem persönlichen Einsatz auch hohe finanzielle Aufwendungen.

 

 

Nur durch diese vielen Mühen, die ein Züchter hat, können Sie ein gesundes, gut sozialisiertes und reinrassiges Kätzchen bekommen.

 

Anzumerken ist, dass ein Stammbaum gerade einmal durchschnittlich mit ca. 14,00 € zu Buche schlägt.
Wenn Ihnen also Tiere zu einem deutlich niedrigeren Preis, ohne oder mit dubiosem Stammbaum, angeboten werden, seien Sie bitte vorsichtig.

Jungtiere sollten im entsprechendem Alter abgegeben werden, und zwar ca. zwischen der 13. und 16. Lebenswoche (hängt davon ab, ob ein Jungtier bereits beim Züchter kastriert abgegeben wird) und von einem Züchter stammen, der Mitglied in einem eingetragenen Zuchtverein ist. Diese Vereine garantieren auch für die Richtigkeit der Eintragungen im Stammbaum und verlangen vom Züchter, dass er die Jungtiere nicht zu früh und ohne die vorgeschriebenen Impfungen abgibt. Er darf keine Tiere an gewerbliche Tierhändler oder zu Versuchszwecken verkaufen. In einem solchen Fall würde man sofort aus seinem Verein ausgeschlossen werden. Diese Vereine haben entsprechend dem Tierschutzgesetz strenge Haltungs- und Zuchtrichtlinien und einige führen Züchterkontrollen durch.

Sicherlich gibt es auch auf dem Heimtiermarkt Rassekatzen ab ca. 350,- €. Allerdings würde ich mich fragen,  wo da der Haken an dieser Sache ist. Entweder haben sie dann keine Stammbaumurkunde oder sie kommen aus oft tierschutzwidrigen in- und ausländischen Großzuchten. Oft sind die Tiere zu jung, krank und völlig verstört, der Transportweg und die Unterbringung ist häufig eine Qual. Am Ende steht ein Käufer, der aus Mitleid solche eine Kreatur "befreit" und gleichzeitig damit eine neue auf den Weg schickt. Solange es eine solche Nachfragen gibt, wird diese Art des Tierhandels nie enden.
Bei solchen Schleuderpreisen muss grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass  Elterntiere sowie Katzenbabies sie teuer mit ihrer physischen und psychischen Gesundheit bezahlen.

 

Selbstverständliche Dinge wie artgerechte und ausreichende Ernährung, Liebe, Pflege, ausreichend Platz, Hygiene, Gesellschaft, Gesunderhaltung, Impfungen, Spielzeug, Kratzbäume, etc. sind diesen armen Tieren vollkommen fremd. Das alles kostet viel Zeit und viel Geld.

Welche Folgekosten, Ängste und Sorgen auf Katzenfreunde zukommen können, die bei so genannten Massenzüchtern ihre Rassekatze kaufen, ist ihnen meist nicht bewusst.

Daher sind mit Verantwortung gezüchtete Katzen nicht zu Schleuderpreisen zu haben. Gesundheit, optimale Pflege, Ernährung und Liebe für seine Tiere haben nun mal seinen Preis. 

 

 

Bitte lesen Sie hierzu unbedingt auch
"Lea's"  Geschichte!

 

 

 
 

 

 

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